Internationaler Hansenorden e. V.
zu St. Goar am Rhein Hansenbecher
von Karl dem Großen | von 1683 (am 5. Mai 1996 gestohlen) | von 1591
Dioramen-Schau
im Stockhaus neben
dem Hansensaal auf Burg Rheinfels, Miniatur- Weltgeschichte, 3700 Figuren, 18 Dioramen
Hansenfest auf Burg Rheinfels St. Goar
Konvent, Wassertaufen, Weintaufen,
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Hansen-Blatt
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Nr. 30 bis 54 |
Festvortrag 1998 zum
Hansenfest
im Hansensaal auf Burg RheinfelsMittwoch, 1. August 2001,
20 Uhr
Festvortrag 2001, Dr. Eberhard J. Nikitsch, Mainz:
Bekannte und unbekannte Inschriften aus St. Goar
ein nicht nur epigraphischer Streifzug durch vier Jahrhunderte.
Eintritt frei. Die Bevölkerung ist zum Festvortrag herzlich eingeladen.
Festvortrag 2000, Willi Wagner, Ohlweiler/Hunsrück:
Die Wittelsbacher aus dem Hause Pfalz-Simmern
Festvortrag 1999, Dr.-Ing. Paul-Georg
Custodis, Mainz:
Ziegelbauten am Mittelrhein, Eine preußische Sonderform des 19. Jahrhunderts
Festvortrag 1998, Marcus Gräff, Weiler bei Bingen:
Klapptheater "Die Sieben Jungfrauen von
Oberwesel", Neun Szenen mit beweglichen Figuren und Bänkelsängermusik
Keinen großen Aufwand benötigt die Bühne des Klapptheaters von Marcus
Gräff, der Bühnenbildner, Regisseur, Autor und Schauspieler in einer Person ist.
Munteres Leben bringt der Hansenorden in den Hansensaal.
Neun mal klappt Marcus Gräff aus Weiler bei Bingen am Mittwoch, 29. Juli 1998, 20
Uhr, zwei aufeinanderliegende Sperrholzplatten auseinander und es baut sich den Zuschauern
nacheinander jeweils ein weiteres kleines Bühnenbild mit zum Teil beweglichen Figuren
auf.
Text und Musik begleiten die so entstandenen neun Spielszenen der
Siebenjungfrauensage von Oberwesel. Sie ist ein hocherotisches und äußerst delikates
Stück zu Gesicht und zu Gehör; ein Stück, in dem sich die ganze Tragik unerfüllter
Liebe offenbart.
Die Vertonung, die sich Text und Bildern anschmiegt entstand in Zusammenarbeit mit
Freunden und seinem Bruder Daniel Gräff.
Die Bühnenbilder sind sehr aufwendig und detailreich gestaltet. Anachronismen
verweisen in unsere Zeit und regen zur Auseinandersetzung mit heutigen Problemen an.
Marcus Gräff
ist am 11. März 1959 in Bad Kreuznach geboren. 1964 war die Familie nach Weiler
bei Bingen gezogen. Der Vater war Werbegraphiker mit künstlicher Vorbildung und wurde
nach seinem Studium Lehrer und Schulleiter an der Grundschule.
1978 machte Marcus Gräff am Binger Stefan-George-Gymnasium sein Abitur und
leistete anschließend seinen Zivildienst im Alten- und Pflegeheim Martin-Luther-Stift in
Bingerbrück. Von 1980 bis 1985 studierte er Biologie und Kunsterziehung an der
Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Im Fachbereich Kunst besuchte er neben dem Mal-
und Zeichenunterricht die Graphik-, Schrift-, Textil-, Plastik-, Metall-, Holz-, Keramik-
und Papierklassen, um sich möglichst vielen gestalterischen Techniken vertraut zu machen.
Nach dem mit Auszeichnung bestandenen 1. Staatsexamen machte sich Marcus Gräff als
freischaffender Künstler und Werbegraphiker selbständig.
In der Werbegraphik sieht er sich mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert:
Weinetiketten, Wandmalereien, medizinisch-wissenschaftliche Abbildungen, Portraits,
Landschafts- und Architekturbilder, Urkunden, Dienstsiegel, Briefköpfe, Plakate und
vieles mehr hat er zu gestalten. Immer wieder bietet sich im Rahmen der Auftragsarbeit die
Möglichkeit, Neues zu lernen und nach guten bildnerischen Lösungen zu suchen.
Von Mittelrheinstädten und -burgen malte er Aquarell-Winterlandschaften für über
30 Weihnachtskarten.
Neben der Tätigkeit als Werbegraphiker findet Marcus Gräff auch Zeit, sich
eigenen Projekten zu widmen. Mit seinen Klapptheater hat er eine eigene Kunstform kreiert:
klappmechanische Bühnen mit zum Teil beweglichen Figuren öffnen sich vor dem Zuschauer;
Bild, Text und Musik entführen diesen in andere Welten.
Wie in den Klapptheatern, so nimmt auch in vielen Bildern das erzählerische Moment
eine wichtige Rolle ein. Und es darf uns nicht wundern, daß der Maler bisher sieben
Bücher erdichtet, bebildert und in kleinen Auflagen herausgebracht hat.
Neben diesen Arbeiten stehen die Naturstudien und Werke, die sich vorrangig mit
Form, Farbe und Komposition befassen. Vom Realismus bis zum abstrakten Bild reicht die
Palette der Stilrichtungen, mit denen sich Marcus Gräff auseinandergesetzt hat.
Bei mehreren Vorführungen, Gruppen- und Einzelausstellungen hatte er die
Möglichkeit, Aspekte seines Schaffens einem breiten Publikum vorzustellen. Mit der
Verleihung des Kunstpreises der Stadt Bingen, zwei Preisen aus der
Friedrich-Rudolf-Engelhard-Stiftung und dem Ankauf eines Bildes durch die Verbandsgemeinde
Rhein-Nahe fand sein bisheriges Werk auch öffentliche Anerkennung.
Dr. Klaus Graf, Winningen/Mosel:
"Eine ewigfrische Blüte am Baume der Volkspoesie?
Kritisches zu heimatlichen Sagen am Mittelrhein."
"Der romantische Geist des rheinischen Volks
leitete", schrieb der rheinische Historiker Niklas Vogt 1817 über das Schloß
Schönburg, "den Nahmen der Burg von sieben schönen Fräulein her, welche einst
darauf gewohnt, und durch ihre Reize alle Fürsten und Ritter gefesselt haben sollen. Sie
wurden ihrer Sprödigkeit wegen in jene sieben Felsenspitzen verwandelt, welche gleich
unter Wesel, wenn das Wasser klein ist, aus dem Rheine hervorstehen, und von den Schiffern
die sieben Jungfrauen genannt werden".
Im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Klaus Graf "Eine ewigfrische Blüte am Baume der
Volkspoesie? - Kritisches zu heimatlichen Sagen am Mittelrhein" steht diese bekannte
mittelrheinische Sage mit ihren verschiedenen Fassungen.
Der Vortrag versucht mit den gängigen Klischees über die "Sage", die gern als
uralte Volksüberlieferung gesehen wird, aufzuräumen und weist mit Nachdruck auf die enge
Verbindung von Rheinsage und Rheinromantik hin.
Nicht wenige Sagen sind literarische Erfindungen: So kann der "Rheinische
Antiquarius" Christian von Stramberg bei der Fabrikation von "Heimatsagen"
aus dem Raum Bad Ems beobachtet werden. Und es wird zum ersten Mal enthüllt, daß die
Andernacher Bäckerjungen, wie aus der neuentdeckten ältesten Version der bekannten
Überlieferung hervorgeht, ursprünglich gar keine Bäckerjungen waren ...
Dr. Klaus Graf,
geboren am 21. Februar 1958 in Schwäbisch Gmünd,
studierte Geschichte in Tübingen, promovierte dort 1987 und absolvierte danach eine
Archivausbildung in Marburg.
Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Münster/Westfalen und Bielefeld und
ist derzeit am Sonderforschungsbereich 541 "Identitäten und Alteritäten" an
der Universität Freiburg im Breisgau tätig.
Er wohnt in Winningen an der Mosel und Freiburg im Breisgau. Seine Forschungsschwerpunkte
sind: Regionale Identität, Stadtgeschichtsforschung, Landesgeschichte des
südwestdeutschen Raums von 1400 bis 1600, Geschichte der Geschichtsschreibung,
Erinnerungskultur, Sagenforschung, Geschichte der Hexenverfolgung.
Publikationen: Exemplarische Geschichten, München 1987; Sagen rund um Stuttgart,
Karlsruhe 1995.
Sein Hobby ist das Internet, wo seine Homepage unter der Adresse www.uni-koblenz.de/~graf
aufzufinden ist.
Festvortrag 1997, Friedrich G. Paff,
Stadtallendorf:
Der Rhein in Literatur, Alltagsbewußtsein und aus heutiger Sicht |