Internationaler Hansenorden e. V.
zu St. Goar am Rhein Hansenbecher
von Karl dem Großen | von 1683 (am 5. Mai 1996 gestohlen) | von 1591
Dioramen-Schau
im Stockhaus neben
dem Hansensaal auf Burg Rheinfels, Miniatur- Weltgeschichte, 3700 Figuren, 18 Dioramen
Hansenfest auf Burg Rheinfels St. Goar
Konvent, Wassertaufen, Weintaufen,
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Festvortrag 2000 zum
Hansenfest
im Hansensaal auf Burg RheinfelsMittwoch, 1. August 2001,
20 Uhr
Festvortrag 2001, Dr. Eberhard J. Nikitsch, Mainz:
Bekannte und unbekannte Inschriften aus St. Goar
ein nicht nur epigraphischer Streifzug durch vier Jahrhunderte.
Eintritt frei. Die Bevölkerung ist zum Festvortrag herzlich eingeladen.
Festvortrag 2000, Willi Wagner, Ohlweiler/Hunsrück:
Die Wittelsbacher aus dem Hause Pfalz-Simmern
Am Mittwoch abend sprach Willi Wagner, Ohlweiler, zum Thema Geschichte der
Wittelsbacher aus dem Hause Simmern.
Ludwig Häusser, der Verfasser des bis heute nicht überholten Werkes Geschichte der
Pfalz, schrieb 1845: Mit der simmerischen Linie beginnt in der Pfalz eine
neue, an umfassender Wichtigkeit noch reichere Epoche; die neuen Regenten greifen mit
ihrer Bedeutung über die Grenzen des pfälzischen Lebens weit hinaus. Von Kurfürst
Friedrich III. bis auf Karl Ludwigs Tod ist kein Kurfürst, der nicht für seine Zeit ein
noch größeres Gewicht hätte als irgendein Pfalzgraf bei Rhein jemals zuvor.
Von sechs Kurfürsten aus dem Hause Simmern, die im 16. und 17. Jahrhundert entscheidend
in die Reichspolitik eingegriffen haben, soll im Vortrag gesprochen werden. Wenn nach
Häusser diesen Kurfürsten (1559 bis 1680) ein Anspruch auf Unsterblichkeit gebührt, so
werden auch deren Vorfahren, die in Simmern wirkten, nicht vergessen. Wir nennen nur
einen: Pfalzgraf Johann II., den Dichter und Gelehrten auf dem Fürstenthron,
der mit Druckerei, Münze und Grabmalkunst seine kleine Residenz Simmern zu einer Stätte
der Hofkultur machte. Unter den Söhnen des Winterkönigs ist Ruprecht, der Kavalier,
erwähnenswert. Er war Herzog von Cumberland, kämpfte als 23jähriger Reiterführer in
England auf Seiten der royalistischen Partei, führte als Admiral einen abenteuerlichen
Kaperkrieg, überquerte den Atlantik, durchkreuzte die Karibik und wurde Mitinitiator der
Hudson-Bay-Company.
Genannt werden müssen die Frauen dieses Geschlechtes: die zahlreichen Nonnen im
Kloster Marienberg, Sabine, die edle Sabine von Simmern, Gemahlin des Grafen von Egmont,
mit ihrem aufopferungsvollen Einsatz um die Freilassung ihres Mannes, oder Elisabeth, die
Gemahlin von Herzog Johann Friedrich II. von Sachsen-Gotha, der in die Reichsacht geriet
und bis zu seinem Tod in Gewahrsam des Kaisers in Wien verblieb und von Elisabeth nie
verlassen wurde. Und auch das Schicksal der Winterkönigin mit ihren drei Töchtern soll
behandelt werden, wovon die eine die hoch begabte und klügste, die andere die Malerin und
die dritte die schönste (Gemahlin von Ernst August von Hannover) gewesen sein soll. Zu
diesen Frauen gehören natürlich auch Gräfin Luise von Degenfeld, die ihrem Mann, dem
Kurfürsten Karl Ludwig, in morganatischer Ehe 13 Kinder schenkte, und die bekannte
Liselotte von der Pfalz.
Der Festvortrag wurde durch Dias ergänzt.
Willi
Wagner,
Weiherweg 4, 55469 Ohlweiler, wurde am 3.Oktober 1925 in Sargenroth geboren. Nach
Schulbesuch in Trier und Bad Godesberg wurde er Soldat und bei den Kämpfen im Osten
verwun-det. Kurz vor Kriegsende geriet er in Kriegsgefangen-schaft, aus der er nach
18Monaten in die Heimat zurückkehrte. Anschließend Besuch des Pädagogiums in Bergnassau
und Studium an der Pädagogischen Akademie in Bad Neuenahr. Das Erste Staatsexamen legte
er 1949, das Zweite 1953 ab. Als Schulleiter war er in Henau, Gehlweiler und Ohlweiler
tätig. Nach Auflösung der Volksschule Ohlweiler war er bis 1984 Lehrer an der
Hauptschule in Simmern.
Bereits mit 25 Jahren begann er mit der Erforschung der Landesgeschichte des Hunsrücks,
die mit umfangreicher Arbeit in Archiven verbunden war. Seit 1955 baute er mit Studienrat
Ernst Siegel die Kreisbücherei für Heimatgeschichte und das Kreisarchiv auf, deren
Leiter er seit 1964 ist. Von 1965 bis 1998 war er Schriftleiter des
Rhein-Hunsrück-Kalenders und von 1975 bis 1998 Leiter des Hunsrückmuseums in Simmern.
1988 und 1989 baute er in Neuerkirch das Kulturhistorische Museum auf, eine Sammlung, in
der bäuerliches Arbeitsgerät, Werkzeug aus den unterschiedlichen Handwerksberufen und
alte Wohnkultur gezeigt werden.
Als größere Arbeiten sind erschienen: Das Zisterzienserinnenkloster Kumbd
(1973), Das Augustiner-Chorherrenstift Ravengiersburg (1977),
Zusammenbruch und Neubeginn. Die Ereignisse im heutigen Landkreis Rhein-Hunsrück in
der Zeit von 1945 bis 1950 (1990), Hunsrückmuseum Simmern. Mit Inventar der
vor- und frühgeschichtlichen Sammlung (1993), Krieg in der Heimat. Die
Endphase des 2. Weltkrieges zwischen Mosel, Rhein und Nahe (1995), dazu über ein
Dutzend Chroniken Hunsrücker Ortschaften.
Willi Wagner lebt im Witwenstand und hat drei Kinder.
Festvortrag 1999, Dr.-Ing. Paul-Georg
Custodis, Mainz:
Ziegelbauten am Mittelrhein, Eine preußische Sonderform des 19. Jahrhunderts
Festvortrag 1998, Marcus Gräff, Weiler
bei Bingen:
Klapptheater "Die Sieben Jungfrauen von Oberwesel", Neun Szenen mit beweglichen
Figuren und Bänkelsängermusik
Dr. Klaus Graf, Winningen/Mosel:
"Eine ewigfrische Blüte am Baume der Volkspoesie? Kritisches zu heimatlichen
Sagen am Mittelrhein."
Festvortrag 1997, Friedrich G. Paff,
Stadtallendorf:
Der Rhein in Literatur, Alltagsbewußtsein und aus heutiger Sicht |