Internationaler Hansenorden e. V.
zu St. Goar am Rhein

Der Hansenorden zu St. Goar ist aus einer mittelalterlichen Kaufmannsgilde entstanden, in die jeder eintreten mußte, der in der Stadt auf Märkten und Messen Handel treiben wollte. Weiter auf Seite 2 des aktuellen Hansen-Blattes.

Der Hansenorden hat seinen Sitz in St. Goar. Seine Ordensburg ist Burg Rheinfels. Verfassung

Internationaler Hansenorden e. V.
zu St. Goar am Rhein

Hansenbecher
von Karl dem Großen | von 1683 (am 5. Mai 1996 gestohlen) | von 1591

Dioramen-Schau
im Stockhaus neben dem Hansensaal auf Burg Rheinfels, Miniatur- Weltgeschichte, 3700 Figuren, 18 Dioramen

Hansenfest auf Burg Rheinfels St. Goar
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Festvortrag 2001 zum Hansenfest 
im Hansensaal auf Burg Rheinfels

Mittwoch, 1. August 2001, 20 Uhr
Festvortrag 2001, Dr. Eberhard J. Nikitsch, Mainz:

„Bekannte und unbekannte Inschriften aus St. Goar“ – ein nicht nur epigraphischer Streifzug durch vier Jahrhunderte.

steinkanzel-stiftskirche-200_01.jpg (8496 Byte)
Detail der Steinkanzel,
Ende 15. Jahrhundert.
Stiftskirche St. Goar.
Großes Foto
Foto: Thomas G. Tempel

Der in der Inschriften-Kommission der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur arbeitende Historiker Dr. Eberhard J. Nikitsch wird in seinem Festvortrag am Beispiel bedeutender St. Goarer Kunstdenkmäler zunächst die Arbeitsweise des Epigraphikers vorstellen, die unter anderem durch spezielle Fragestellungen und durch die genaue Lesung und Interpretation auch bereits veröffentlichter Inschriften zu neuen, oft erstaunlichen Ergebnissen führen kann.

Im Dia vorgestellt und eingehend behandelt werden in diesem Sinne die kunsthistorisch bedeutende spätgotische Kanzel der Stiftskirche St. Goar, eine mit einer figürlichen Ritzzeichnung eines Geistlichen geschmückte, bislang nur teilweise entzifferte Schiefergrabplatte aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts sowie zwei im Jahr 1506 gegossene, mit deutschen bzw. lateinischen Inschriften versehene Glocken.

Grabplatte des Johann Thebis, Anfang 16. Jahrhundert. Stiftskiche St. Goar, nach der Entdeckung Sommer 2000. Foto: Dr. Eberhard J. Nikitsch
Grabplatte des Johann Thebis,
Anfang 16. Jahrhundert.
Stiftskiche St. Goar, nach der
Entdeckung Sommer 2000. Großes Foto
Foto: Dr. Eberhard J. Nikitsch

Der zweite Teil des Vortrages befasst sich ausführlich mit den fünf im Sommer des letzten Jahres im Boden der St. Goarer Kirche neu entdeckten Grabplatten, deren zum Teil nur noch fragmentarisch erhaltene Inschriften entscheidend zur besseren Kenntnis von der ehemaligen Stiftskirche und späteren evangelischen Pfarrkirche als Begräbnisstätte von Klerikern, Bürgerlichen und Adeligen beitragen.

Aufgrund des besonderen Anlasses geht der Vortrag abschließend auf Geschichte und Bedeutung der drei berühmten Becher des Hansenordens ein, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den kürzlich im Bremer Kunsthandel wieder aufgetauchten Silberbecher aus dem Jahre 1591 gelegt werden wird.

Zum Festvortrag sind Bevölkerung und Gäste herzlich eingeladen. Eintritt frei.

nikitsch-dr-eberhard-j-150_01.jpg (3633 Byte)Dr. Eberhard J. Nikitsch, geboren am 23. Dezember 1953 in Plochingen; Schulzeit in Illertissen und Esslingen; Studium der Germanistik, Geschichte und Archäologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen; 1983 und 1984 Assistent am Historischen Seminar, Abt. für Mittelalterliche Geschichte; 1985 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Handwerkermentalität in frühneuzeitlichen Reichsstädten.
Ab 1. April 1985 Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Inschriften-Kommission der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz), zusammen mit drei weiteren Wissenschaftlern beauftragt mit der Edition der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.
Autor zahlreicher landeskundlicher Publikationen, u. a. auch des Editionsbandes „Die Inschriften des Landkreises Bad Kreuznach (Die Deutschen Inschriften Bd. 34)“, 1993 erschienen im Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden, und des Kunstführers „Kloster Disibodenberg. Religiosität, Kunst und Kultur im mittleren Nahetal (Große Kunstführer Bd. 202)“, 1998 erschienen im Verlag Schnell & Steiner, Regensburg.
In Vorbereitung befindet sich ein umfangreicher Editionsband, der die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften des Rhein-Hunsrück-Kreises behandelt.

Festvortrag 2000, Willi Wagner, Ohlweiler/Hunsrück:
Die Wittelsbacher aus dem Hause Pfalz-Simmern

Festvortrag 1999, Dr.-Ing. Paul-Georg Custodis, Mainz:
Ziegelbauten am Mittelrhein, Eine preußische Sonderform des 19. Jahrhunderts

Festvortrag 1998, Marcus Gräff, Weiler bei Bingen:
Klapptheater "Die Sieben Jungfrauen von Oberwesel", Neun Szenen mit beweglichen Figuren und Bänkelsängermusik

Dr. Klaus Graf, Winningen/Mosel:
"Eine ewigfrische Blüte am Baume der Volkspoesie? – Kritisches zu heimatlichen Sagen am Mittelrhein."

Festvortrag 1997, Friedrich G. Paff, Stadtallendorf:
Der Rhein in Literatur, Alltagsbewußtsein und aus heutiger Sicht

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E-Mail: hansenorden@loreleytal.com

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Stand: Thursday, 18. March 2004  URL dieser Seite: http://hansenorden.mittelrhein.net/festvortrag/2001.html