Internationaler Hansenorden e. V.
zu St. Goar am Rhein Hansenbecher
von Karl dem Großen | von 1683 (am 5. Mai 1996 gestohlen) | von 1591
Dioramen-Schau
im Stockhaus neben
dem Hansensaal auf Burg Rheinfels, Miniatur- Weltgeschichte, 3700 Figuren, 18 Dioramen
Hansenfest auf Burg Rheinfels St. Goar
Konvent, Wassertaufen, Weintaufen,
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Kommenden
Waldstätte/Schweiz
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Nr. 30 bis 54 |
Frühjahrszusammenkunft
und 30-Jahr-Feier
der Kommende Waldstätte/Schweiz
Samstag, 31. Mai und Sonntag, 1. Juni 1997
von Felix Weber
| Die Kommende Waldstätte/Schweiz
organisierte am letzten Wochenende im Wonnemonat Mai 1997 eine Zusammenkunft, zu der
Hansenbrüder über die Landesgrenzen hinaus geladen waren. Herrliche
Landschaften im schweizerischen Berner Oberland erwarteten die Teilnehmer zu einem
kameradschaft-lichen Zusammensein. Zur Freude der Schweizer Hansen hatte sich
Hansenmeister Rudolf Ackermann zur Teilnahme angemeldet. Leider konnte Rudi kurzfristig
aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen.
Unter der Oberaufsicht des stellvertretenden Hansenmeisters Hans-Peter Goedert
hatten sechs Hansenbrüder aus Deutschland (teilweise mit Partnerin) der Einladung Folge
geleistet. Bereits am Donnerstag, dem 29. Mai 1997, trafen die ersten Gäste ein, welche
in eigener Sache die Urlaubstage nutzten. Programmgemäß begann der offizielle Anlaß am
Samstag, dem 31. Mai 1997. |
Samstag, 31. Mai 1997 Apéro im
Grandhotel Giessbach
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Am Samstag, dem 31. Mai 1997, begrüßten sich die Gäste bei der
Schiffsstation Brienz-Bahnhof und erfreuten sich des Wiedersehens mit den Hansenfreunden
aus der Ferne. Der Raddampfer Lützelflüh führte uns pünktlich um 16 Uhr,
bei sonnigem, aber sehr windigem Wetter, über den Brienzer See zur Schiffsstation
Giessbach. Für einige deutsche Gäste war es die erste Möglichkeit, mit einem
Dampfschiff zu fahren. Sie bestaunten den Motorenraum und ließen dabei die schöne
Aussicht auf See und Berge ganz vergessen. In Giessbach angekommen,
stand eine historische Standseilbahn zur weiteren Beförderung der Gäste zum Grand-hotel
bereit. Für uns stand eine schöne Sonnenterrasse zur Verfügung, in welcher
wohlschmeckende Schweizer Weine serviert wurden. Man genoß die herrliche Aussicht auf die
wunderschöne Brienzer-See-Landschaft und die umliegenden Berge. Angeregt tauschte man
sich über das Geschehen im Hansenorden aus.
Die unmittelbar neben dem Hotel befindlichen Giessbachfälle (Wasserfälle)
lösten bei manchem Teilnehmer ein Gefühl starker Bewunderung über die unverdorbenen
Naturschönheiten aus. Im voraus angeforderte Hotelbusse fuhren uns sicher und pünktlich
zu den jeweiligen Hotels zurück. |
Samstag, 31. Mai 1997 30-Jahr-Feier
im Hotel Lindenhof in Brienz
Pünktlich um 19 Uhr begaben sich die
Gäste in die für uns reservierte Brienzer Stube im Hotel Lindenhof in
Brienz. Nach einem ausreichenden Aperitif konnte rasch mit dem Nachtessen begonnen werden.
In der gemütlichen Brienzer Stube, ebenfalls wiederum mit atemberaubendem
Ausblick auf den Brienzer See, fühlten wir uns rasch gut aufgehoben und freuten uns auf
die angekündigten Köstlichkeiten. Das von den Hansenbrüdern Peter Spiess und Felix
Weber ausgewählte Menü übertraf die Erwartungen bei weitem.
Nach dem Hauptgang übernahm Komtur Felix Weber die Begrüßung der Gäste,
namentlich der Ordensratsmitglieder des Stammordens. Er wies in seiner Rede darauf hin,
daß die Kommende Waldstätte auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken
kann. Viele schöne Stunden durften wir im Kreise des Hansenordens verbringen. So solle es
auch in Brienz sein.
Der stellvertretende Hansenmeister
Hans-Peter Goedert überbrachte eine Grußbotschaft des Hansenmeisters Rudolf Ackermann
und bestätigte in seiner Ansprache, daß sich der Orden stets auf die Schweizer Hansen
verlassen kann. Die Freundschaften zur Eidgenossenschaft seien nicht nur auf Papier
geschrieben, sondern würden aktiv gelebt.
Zum 30jährigen Bestehen überreichten Hans-Peter Goedert und Scriba
Klaus-Werner Kloke der Kommende Waldstätte eine gerahmte Radierung mit der
Darstellung des Hansenbechers von 1683 und einer Widmung des Hansenmeisters. Der
Zeremonienmeister der Kommende Waldstätte, Hans Duss, begrüßte die
Anwesenden seinerseits und gab der Freude Ausdruck, daß so viele deutsche Gäste, trotz
langer Anreise, die Einladung angenommen hätten.
Ein hervorragend zubereitetes Dessert rundete die Tafel ab. Ein gemütlicher
Abend im Kreise von Freunden mit Bestem aus Küche und Keller , was will ein
Hanse noch mehr? Es versteht sich von selbst, daß einige Gäste den Abend an der Hotelbar
ausklingen ließen. |
Sonntag, 1. Juni 1997 Freilichtmuseum
Ballenberg
Planmäßig begaben wir uns am
Sonntag, dem 1. Juni 1997, um 10 Uhr zum Freilichtmuseum Ballenberg. Leider hatte sich das
Wetter zum Schlechten verändert, so daß wir die sehr interessant gestaltete Führung im
Museum für ländliche Kultur unter dem Regenschirm hinnehmen mußten.
Im Freilichtmuseum Ballenberg befinden sich mehr als 80 jahrhundertalte Gebäude
im Original aus allen Landesteilen der Schweiz. Außerdem gibt es 250 einheimische
Bauern-hoftiere sowie ursprüngliche Gärten und Felder auf dem Gelände zu besichtigen.
Es versteht sich von selbst, daß wir nur einen Bruchteil des Ganzen unter
fachkundiger Führung von zwei charmanten Damen besichtigen konnten. Auf dem Ballenberg
findet man die Schweiz so vor, wie sie einmal war.
Nebst den ständigen Ausstellungswerken finden abwechselnde Vorführungen von
traditionellem Handwerk oder andere Spezialvorstellungen statt. An diesem Wochenende, so
zum Beispiel, eine Schnapsbrennerei, die wir aus Rücksicht auf die bevorstehende
Heimfahrt besser nicht besuchten. |
Sonntag, 1. Juni 1997 Berner Spezialitäten-Buffet im Gasthaus
Alter Bären
In der museumseigenen Gaststätte Alter Bären (ein ursprüngliches
Bauernhaus, wo im letzten Jahrhundert eine Gaststätte betrieben wurde) haben wir das
gemeinsame Mittagessen eingenommen. Ein vorzügliches Berner Spezialitäten-Buffet
verlockte, erneut, den Hunger zu stillen.
Ein letztes gemütliches Beisammensein, zu dem sich weitere vier Schweizer
Hansenbrüder gesellten, ließ die Zeit rasch vergehen. Schon bald kam Aufbruchsstimmung
auf, stand doch für viele unter uns eine lange Heimreise bevor. Gegen 15 Uhr verließen
die letzten Gäste den Ballenberg. Einige benutzten die Gelegenheit und besichtigten das
Museum noch auf eigene Faust. |
| Ein harmonisch verlaufenes Wochenende, auf das die
Teilnehmer sicherlich gerne zurückblicken, gehört leider schon der Vergangenheit an. Die
Organisatoren haben sich bemüht, für jeden Teilnehmer etwas Besonderes zu bieten. Das
Berner Oberland mit seinen Sehenswürdigkeiten und Köstlichkeiten, nebst angenehmer
Hotellerie, hat uns nicht enttäuscht. Wir dürfen von einem gelungenen und gemütlichen
Hansentreffen ausgehen, von dem jeder Daheimgebliebene nur träumen kann. Das
Wichtigste am ganzen Anlaß, die Pflege der Freundschaft über die Landesgrenzen hinaus,
kam ebenfalls nicht zu kurz. Wir konnten alte Freundschaften auffrischen sowie neue
schließen und verbrachten ein Wochenende miteinander, fernab von Hektik und Streß,
umgeben von Bergen, Wäldern, Alpwiesen und Seen. Ein kameradschaftliches Beisammensein
ganz im Sinne des Hansenordens. Ein Anlaß, der sehr gern zur Wiederholung in ähnlichem
Rahmen anregt.
Die Kommende Waldstätte bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern
der 30-Jahr-Feier am Brienzer See. Aktive Teilnahme ist die beste Unterstützung. Diese
Erkenntnis gilt auch für den Hansenorden, auf den wir Schweizer nach wie vor sehr stolz
sind. |
Unsere Unterkunft in Brienz:

Links im Chalet waren die Hansenbrüder Hans Jürgen Selbach (1. Stock) und Wilhelm
Hermann (Parterre) untergebracht. Im mittleren Haus wohnte Hansenbruder Renato Crivelli.
Man hatte einen herrlichen Ausblick. |
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